Eberswalde Chronik

Mein Eberswalde


Eberswalde (1970–1993 Eberswalde-Finow) ist die Kreisstadt des Landkreises Barnim im Nordosten des Landes Brandenburg.


Die Stadt wird auch „Waldstadt“ genannt, denn es gibt rings um die Stadt ausgedehnte Waldgebiete, südlich der Eberswalder Stadtforst mit etwa 1.080 ha, nördlich das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit dem Totalreservat Plagefenn. Der Begriff Waldstadt wurde vom Stadthistoriker Rudolf Schmidt und in zahlreichen Publikationen und Postkarten des 19. und 20. Jahrhunderts geprägt.



Die Stadt besitzt seit über 700 Jahren 1.468 ha Waldflächen, etwa 1.000 ha sind Erholungswald, 271 ha Naturschutzgebiete und ökologisch bedeutsame Lebensräume. Der Stadtwald ist gleichzeitig Wirtschaftswald.



Bis zur Wende war der Charakter der Stadt durch vielfältige Industrie (Kran- und Rohrleitungsbau, Walzwerke und andere Großbetriebe) geprägt. Dies wird auch durch die Bezeichnung einiger Ortsteile wie Eisenspalterei, Kupferhammer und Messingwerk deutlich.







Basisdaten  von  Eberswalde



Bundesland:                  Brandenburg



Landkreis:                     Barnim Höhe: 25 m ü. NN



Fläche:                           58,17 km²



Einwohner:                    42.750 (31. Dez. 2007)



Bevölkerungsdichte:     735 Einwohner je km²



Postleitzahlen:              16225/16227



Vorwahl:                        03334





Kfz-Kennzeichen:          BAR (früher EW)



Gemeindeschlüssel:      12 0 60 052 Stadtgliederung: 7



Bürgermeister:               Friedhelm Boginski






Geologie



Eberswalde liegt inmitten des nach der Stadt benannten Eberswalder Urstromtals, welches in der jüngsten, der Weichsel-Eiszeit entstanden ist. Da sich die Finow kräftig in den Boden des Urstromtales eingeschnitten hat, liegt die Altstadt deutlich tiefer als der eigentliche Boden des Urstromtales. Lediglich einige Stadtteile wie Nordend, Ostende und Südend befinden sich im Niveau des Urstromtales oder schon außerhalb davon an den Hängen des Barnim. Als Baugrund ist überwiegend Sand und Kiessand anzutreffen, jedoch treten auch großflächig Eisstauseeablagerungen auf, die früher in zahlreichen Tongruben am Stadtrand oder in der Umgebung abgebaut wurden, zum Beispiel im Ortsteil Macherslust. Der Grundwasserpegel liegt in der Innenstadt relativ hoch und nur wenige Meter unter der Oberfläche. Einige Gebäude der Innenstadt sind deshalb als Pfahlbauten errichtet, was Neubauvorhaben hydrostatisch sehr kompliziert bzw. teuer macht.




Ausdehnung des Stadtgebiets



Eberswalde erstreckt sich entlang des Finowkanals auf einer Länge von 14,1 km in ost-westlicher Richtung. Die größte Ausdehnung in nord-südlicher Richtung besteht zwischen Nordend und Südend mit einer Länge von 7,7 km.




Nachbarorte und -gemeinden



Die nächstgelegenen Städte sind Bernau (Richtung Westsüdwest), Joachimsthal (Richtung Nordwest) und Oderberg (Richtung Osten) und die Orte Niederfinow, Hohenfinow, Liepe und Finowfurt in der Gemeinde Schorfheide.






Namensgebung und frühere Namen der Stadt







Das älteste bekannte Bild der Stadt Eberswalde, um 1625 (nach Merian)



Der Name Eberswalde geht sicher auf das männliche Wildschwein zurück, welches gleichzeitig auch Wappentier ist. Die wald- und wildschweinreiche Umgebung, insbesondere die Schorfheide nordwestlich der Stadt wirkten hier namensgebend. Der Ortsname bedeutet genau Waldsiedlung eines Ever (Kurzform von Vollnamen wie Everhard, Everger und anderen, zu mittelniederdeutsch ever = Eber).



Frühere Namen der Stadt waren Everswolde (wird 1276 erstmalig urkundlich erwähnt), 1307 heißt es in nova civitate Everswolde, von 1375 bis 1877 Eberswalde velut nova civitas, Neustadt oder Neustadt Eberswalde, danach Eberswalde, von 1970 bis 1993 Eberswalde-Finow, seit 1. Juli 1993 offiziell wieder Eberswalde.




Einwanderung und Wirtschaftsaufschwung



Zwischen 1743 und 1755 wanderten 120 Scheren- und Messerschmiede, Schlosser und Feilenhauer aus Thüringen und dem Rheinland mit ihren Familien ein. Der wieder einsetzende wirtschaftliche Aufschwung führte zwischen 1743 und 1746 zum erneuten Ausbau des Finowkanals, der sowohl als Verkehrsweg wie auch als Energiequelle große Bedeutung für die Stadt und die Industrie gewann. Mit dem Kanal entstand ein Wasser- und Schifffahrtsamt. Auf dem Kupferhammer der Stadt ist der Kessel für die erste 1785 in Deutschland in Betrieb genommene Dampfmaschine hergestellt worden.




Versuchsfunkstelle Eberswalde



Zeitgenössisches Foto der Versuchsfunkstelle




Die Firma Lorenz AG betrieb von 1909 bis 1939 in der Stadt (hinter der Badeanstalt) eine Versuchsfunkstelle, von der auch rundfunkartige Übertragungen zwischen 1919 und 1925 durchgeführt wurden. Als größter Antennenträger ist ein eisenarmierter, abgespannter Holzgittermast von 70 Metern Höhe errichtet worden. 1923 fand das erste Original-Rundfunkorchesterkonzert statt und im Oktober desselben Jahres wurde das Festkonzert zur Jahresversammlung des Deutschen Museums in München gesendet. Diese „drahtlosen“ Konzerte waren bahnbrechend und machten die deutsche Rundfunktechnik international bekannt. 1930 ist im Rahmen eines Großversuchs die Technik des Richtfunkfeuers erprobt worden. 1939 wurde die Versuchsfunkstelle aufgelöst, die Antennenanlagen demontiert und in den Gebäuden eine Forschungsstelle für Torfverwertung eingerichtet.




Eingemeindungen



Am 1. Mai 1936 wurde die Gemeinde Kupferhammer aus dem Kreis Oberbarnim in den Stadtkreis Eberswalde eingegliedert.



Am 20. März 1970 fand die Vereinigung der bis dahin eigenständigen Städte Eberswalde und Finow unter dem neuen Namen Eberswalde-Finow statt.



Am 1. Juli 1993, gleichzeitig mit der Umstellung der Postleitzahlen, wurde aus Eberswalde-Finow wieder Eberswalde.



Am 5. Dezember 1993 wurden die Gemeinden Sommerfelde und Tornow eingemeindet.



Am 1. Januar 2006 wurde die Gemeinde Spechthausen aus dem Amt Biesenthal ein Ortsteil der Stadt.




Einwohnerentwicklung



Bevölkerungsentwicklung Eberswalde


Im Dreißigjährigen Krieg verlor Eberswalde fast seine gesamte Bevölkerung. Die Einwohnerzahl sank von 1.200 im Jahre 1618 bis auf 168 im Jahre 1643. Erst 1722 erreichte Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand. Im 18. Jahrhundert wuchs die Einwohnerzahl von Eberswalde nur langsam. Erst mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein stärkeres Bevölkerungswachstum ein. Lebten 1817 knapp 4.000 Personen in Eberswalde, waren es 1898 schon 20.000. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf knapp 41.000.



Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt etwa ein Drittel seiner Bevölkerung. Die Einwohnerzahl sank bis 1945 um 13.238 Personen auf 27.377. Am 20. März 1970 schlossen sich die Städte Eberswalde (33.400 Einwohner 1969) und Finow (11.767 Einwohner 1969) zur Stadt Eberswalde-Finow mit rund 45.000 Einwohnern zusammen. Im Jahre 1989 hatte Eberswalde-Finow mit etwa 55.000 die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte erreicht. 1993 erfolgte die Umbenennung der Stadt in Eberswalde.



1968 kamen die ersten 190 ungarischen Vertragsarbeiter nach Eberswalde. Bis 1969 wuchs ihre Zahl auf 277. Viele Ungarn haben sich in der Stadt niedergelassen und bilden heute die größte Gruppe unter der ausländischen Wohnbevölkerung. 1974 trafen die ersten algerischen Vertragsarbeiter in Eberswalde ein. Später folgten Kubaner, Vietnamesen, Mosambikaner und Angolaner. Ihre Zahl lag in den 1980er Jahren zwischen 500 und 800. Im Jahre 1989 waren in Eberswalde 1.310 Ausländer polizeilich registriert, darunter 564 Vertragsarbeiter. Die größte ausländische Gruppe stellten die Familienangehörigen der Offiziere der sowjetischen Streitkräfte.



1990 waren bei der Stadtverwaltung noch 435 Ausländer (0,83 Prozent) gemeldet.

Diese Zahl sank bis Ende 1991, bedingt durch die vorzeitige Kündigung der Arbeitsverträge durch die Betriebe und Abwanderung, auf 299 (0,58 Prozent). Bis 2000 wuchs die Ausländerzahl wieder auf 550 Personen (1,23 Prozent). In den letzten Jahren stieg der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich und lag 2005 bei 2,2 Prozent (920 Personen).



Seit der Wende in der DDR verlor die Stadt durch Abwanderung und Geburtenrückgang, bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit, ein Viertel ihrer Einwohner. Am 31. Dezember 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Eberswalde nach Fortschreibung des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg 41.831 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Das ist ein Rückgang um rund 13.000 Personen seit 1989. Bis zum Jahre 2020 wird mit einer Stabilisierung der Zahl zwischen 35.000 und 40.000 Einwohnern gerechnet.




Farben und Wappen







Historisches Stadtwappen 1892










Stadtwappen am alten Rathaus



Das Wappen der Stadt hat sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals leicht geändert. Das heute gültige Wappen wurde auf Grund des § 11 der Städteordnung für die östlichen Provinzen vom 30. Mai 1853 unter Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung per Ortsstatut vom Magistrat der Stadt Eberswalde am 24. September 1928 festgelegt. Das preußische Staatsministerium hat die Genehmigung zur Führung des Wappens am 13. August 1928 erteilt.



Darin sind in § 1 die Farben der Stadt mit Schwarz, Silber (Weiß) und Grün festgelegt.



Die Definition des Wappens wurde danach mehrmals geringfügig geändert, so wurde zu DDR-Zeiten ein Zahnrad in der Mitte des Wappens eingebracht.



Die Blasonierung des aktuellen Wappens laut Hauptsatzung der Stadt Eberswalde liest sich wie folgt: „In Silber eine belaubte bewurzelte grüne Eiche mit goldenen Früchten, in deren Krone ein goldbewehrter, mit goldenen Kleestängeln belegter roter Adler schwebt. Dem Stamm zugewandt steht jederseits ein schwarzer Wildschweineber mit goldenen Hauern und Rückenborsten.“




Bauwerke


Im ältesten Fachwerkhaus der Stadt, der Adler-Apotheke aus dem 17. Jahrhundert, befindet sich heute die Touristeninformation und ein Museum zur Geschichte der Finowkanalregion. Das Alte Rathaus, ein barockes Bürgerhaus aus dem Jahr 1775 welches als Wohnhaus des Tuchfabrikanten Heller erbaut wurde, befindet sich am Marktplatz.



Am Marktplatz entstand 2007 nach zweijähriger Bauzeit mit dem Paul-Wunderlich-Haus eines der modernsten ökologischen Verwaltungsgebäude Deutschlands. Der Komplex nutzt Erdwärme und benötigt nur etwa ein Drittel der sonst notwendigen Energie. Er ist Sitz der Kreisverwaltung und des Landrates sowie Arbeitsplatz für rund 500 Mitarbeiter. Im Hof des kleeblattartigen Gebäudeensembles stehen Nachbildungen des Künstlers Paul Wunderlich. Das Innere des Kreishauses beherbergt eine Dauerausstellung mit mehr als 300 Originalen des in Eberswalde geborenen Malers und Bildhauers.



Ebenfalls in der Nähe des Marktplatzes befindet sich die Maria-Magdalenen-Kirche, eine hochgotische Stadtpfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert mit der höchsten gemauerten Kirchturmspitze der Welt.



Der Martin-Gropius-Bau der Landesklinik Eberswalde (Klinik für Psychiatrie) war vom Zweiten Weltkrieg bis nach der Wiedervereinigung Deutschlands von der Sowjetarmee besetzt und wurde umfassend renoviert. Im Stadtzentrum befinden sich am südlichen Rand des Eberswalder Urstromtals zwei Treppen: die Goethetreppe und die Schillertreppe. Als Neubau wurde die Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde mit Architekturpreisen bedacht.



Einige Kilometer nördlich der Stadt befindet sich das Kloster Chorin, eine Ruine des von Zisterziensermönchen erbauten Komplexes. Östlich von Eberswalde findet man am Oder-Havel-Kanal den Ragöser Damm und das Schiffshebewerk Niederfinow, nördlich der Stadt unterquert die Fernbahnlinie Berlin-Stettin den Kanal (Kanalunterführung).



Die Teufelsbrücke am Finowkanal befindet sich im Stadtteil Finow auf dem Gelände des ehemaligen Messingwerkes. Sie wurde von 1824 bis 1826 als Weidendammer Brücke in Berlin errichtet. 1880 wurde sie um Fußwegbahnen ergänzt. 1895 erfolgte die erste Umsetzung der Brücke, sie wurde um 13 Meter gekürzt in Liepe über den Finowkanal wieder aufgebaut. Im Jahr 1913 wurde sie nochmals gekürzt und über der Ausfahrt des Messingwerkhafens montiert. Der mittlere Brückenteil ist herausnehmbar, um größeren Schiffen eine Durchfahrt zu ermöglichen. Gelegentlich wird sie auch 'Treidelpfadbrücke' genannt. Die Brücke ist eine dreijochige, jetzt 23 Meter lange und etwa 2,30 Meter breite Ganzmetallkonstruktion aus genieteten und verschraubten L-Profilen und Blechen. Das Mittelteil ist auf gusseisernen Säulen gebettet. Die gesamte Brücke ist in sich schief, dies kann nachlässige Fertigung sein oder auf einen Transportschaden, auf Setzungen oder einen Unfall zurückzuführen sein. Hafen- und Kanalseite des Bauwerks sind um etwa acht Zentimeter versetzt, was eine Schieflage von etwa drei Grad bedeutet.





Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in typisch genieteter Bauweise errichtete Bahnhofsbrücke Eberswalde wurde zwischen 2004 und 2006 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.



Das höchste Gebäude der Stadt ist des Mischfutterwerk Eberswalde.



Im Stadtteil Finow befinden sich in der Messingwerksiedlung mehrere Kupferhäuser, entworfen unter anderem von Walter Gropius, und neben den ehemaligen Hirsch-Werken der expressionistische Wasserturm. Die Ruine einer Knüppelhalle und das Generatorenhaus der Eisenspalterei stehen am Finowkanal westlich der Lichterfelder Straße. Die Knüppelhalle wurde 1847-1849 von August Borsig für die Borsigwerke in Berlin-Moabit erbaut; 1900 wurde sie demontiert und umgesetzt.




Parks


Jüdischer Friedhof Eberswalde



Wegen der umliegenden großen Waldflächen hat sich der inoffizielle Beiname 'Waldstadt' eingebürgert. Selbst in der Stadt findet man viele Grünflächen, welche größtenteils nach der Zerstörung der Wohnbebauung durch einen Luftangriff der deutschen Luftwaffe im April 1945 angelegt wurden.



Am südlichen Stadtrand befindet sich inmitten des Eberswalder Stadtforsts der Zoologische Garten und der Forstbotanische Garten Eberswalde. Anlässlich der Landesgartenschau 2002 entstand im Ortsteil Eisenspalterei auf dem Gelände des ehemaligen Walzwerkes „Altwerk“ der Familiengarten. Im Zentrum der Stadt befindet sich nahe dem Campus der Fachhochschule der Park Weidendamm, welcher 2003 ähnlich seiner Gestalt vor dem Ersten Weltkrieg umgebaut wurde.



Der Waldfriedhof (Haupteingang Breite Straße/Ecke Heinrich-Heine-Straße) wurde bereits um 1600 eröffnet und gehörte damals zum St.-Gertrud-Hospital. 1846 erfolgte die Einweihung der Trauerhalle. 1903 erhielt der Friedhof seine heutige Ausdehnung. Die Terrassen und parkähnlichen Gehwege entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Plänen des Stadtgarteninspektors Fritz Schumann. Auf dem Friedhof sind zahlreiche Persönlichkeiten der Stadt begraben, darunter Ehrenbürger, Bürgermeister, Forstprofessoren, Baumeister und Künstler.



Der erste jüdische Friedhof in Eberswalde entstand 1751 an der Oderberger Straße und gehört zu den ältesten in Brandenburg. Er wurde 1851 erweitert und 1862 mit einer Mauer aus Ziegelsteinen umgeben. 1987 entfernte man etwa 60 Meter der noch stehenden Umfassungsmauer. Der älteste noch erhaltene Grabstein stammt von 1784. Im Jahre 1924 wurde der zweite jüdische Friedhof an der Freienwalder Straße neben dem Waldfriedhof eröffnet und 1929 die heute nicht mehr bestehende Friedhofshalle eingeweiht. Auf dem Friedhofsgelände sind noch 53 Grabsteine erhalten geblieben.



Schifffahrt



Der Oder-Havel-Kanal wird gegenwärtig für den Betrieb mit hochseetauglichen Schiffen ausgebaut. Dazu wurde nördlich von Eberswalde das Kanalbett umgeleitet, um als Ersatz für die Kanalbrücke einen Tunnel unter dem neuen Kanal zu bauen. Die Bauarbeiten am Kreuzungsbauwerk begannen am 5. Juli 2004. Die Freigabe für den Verkehr erfolgte am 11. Dezember 2006. Der Binnenhafen Eberswalde wird ständig erweitert. Der Finowkanal besitzt keine Bedeutung als Schifffahrtsweg mehr. Seine idyllische Lage mitten in der Stadt macht ihn zu einem touristischen Anziehungspunkt.




Medizinische Einrichtungen



In Eberswalde ist die Martin Gropius Krankenhaus GmbH (ehemals „Landesirrenanstalt“) beheimatet. Diese befindet sich im Stadtteil Nordend. August Zinn gründete schon 1873 einen „Hilfsverein für Geisteskranke für die Provinz Brandenburg“. An ihn erinnert heute eine Straße nördlich des Krankenhauses, der „Dr.-Zinn-Weg“. Der Architekt Martin Gropius entwarf die Pläne für die „Provinzial-Irrenanstalt“, die von 1862 bis 1865 gebaut wurde und damals den modernsten Standards für Krankenhausbauten entsprach. In den beiden Weltkriegen diente die Klinik als Lazarett, nach 1945 wurde sie von der Sowjetarmee als Zentrallazarett genutzt, während einige umliegende Objekte als „Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie“ der alten Bestimmung nachgingen.



Nach der Wende und dem Abzug der Sowjetarmee wurde der Gropius-Bau 2002 nach 5-jähriger Rekonstruktion wiedereröffnet. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten sowie der Neubau der Klinik für Forensische Psychiatrie gehörten zu den größten Baumaßnahmen im Land Brandenburg. Lediglich die Gerontopsychiatrie wird weiter genutzt, die weiteren zu DDR-Zeiten benutzten Gebäude werden nicht weiter betrieben.



Das Klinikum Barnim GmbH, Werner Forßmann Krankenhaus ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Freien Universität Berlin und befindet sich in der Rudolf-Breitscheid-Straße am südliche Stadtrand von Eberswalde in der Nähe des Tierparks. Das Krankenhaus wurde als „Auguste-Victoria-Heim“ gegründet, benannt nach der letzten deutschen Kaiserin, die bei der Eröffnung persönlich anwesend war.








Ehrenbürger





Bernhard Danckelmann, königlicher Landforstmeister und Direktor der Forstakademie



* 1817: David Schickler (1755–1818)
* 25. Oktober 1876: Theodor Bergmann (1808–1883)
* 17. August 1892: Johann Gottlieb Schreiber (1802–1905)
* 29. August 1899: Wilhelm Roebel (1821–1901)
* 29. August 1899: August Lautenschlaeger (1843–1918)
* 1900: Bernhard Danckelmann (1831–1901)
* Paul Radack (1851–1929)
* 17. November 1908: Herrmann Krause (1850–1932)
* 11. November 1908: Herrmann Großmann (1837–1927)
* 4. Oktober 1917: Otto von Schjerning (1853–1921)
* 11. Februar 1920: Friedrich Boldt (1850–1925)
* 30. März 1926: August Teuber (1850–1927)
* 1. Juni 1927: Ludwig Sandberg (1867–1933)
* 1. April 1928: Ernst Hopf (1862-)
* 2. November 1928: Adam Schwappach (1851–1932)
* 19. April 1933: Paul von Hindenburg (1847–1934) (1991 aberkannt)
* 13. März 1934: Wilhelm Kube
* 13. Juni 1939: Hermann Göring (1893–1946) (1991 aberkannt)
* 23. März 1995: Erich Schuppan (1915–2006)



Dialekt

Eberswalder Kanaldeutsch ist strenggenommen kein eigenständiger Dialekt, sondern eine durch den märkischen Einfluss etwas veränderte Variante des Berliner Dialektes. So wird beispielsweise „widder“ statt „wieder“ gesagt. Weiterhin wird mit "janich" oder einfach "janee" verneint.





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Texte wurden von Wikipedia entnommen. Dank an Wikipedia .

Gestaltung:                                 Wolfgang Brazzoni

Bearbeitung:                   Wolfgang Brazzoni

Fotos hinter den Links    Wolfgang Brazzoni